Piero Dorazio (1927 - 2005)

Das künstlerische Schaffen von Piero Dorazio begann beinahe unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg und widmet sich von Anfang an den Phänomenen Farbe und Licht, womit er sich dem Gedankengut und den Überzeugungen der ZERO Künstler annähert. 

Mit der Verwendung der Geometrie als künstlerisches Medium fängt er die Faktoren Licht und Farbe ein und bringt sie auf die Leinwand. In seiner fein strukturierten und atmosphärischen gitterähnlichen Malerei, die stark geprägt war von seinem Architekturstudium, wird das Licht selbst stets zum Thema gemacht. In abstrakten Mustern und Feldern manifestieren sich zudem die Farben als leuchtende Konfigurationen der Vielfalt. "Abstrakt" kann man in diesem Zusammenhang auch nur die Tatsache nennen, dass es sich hier um nichtgegenständliche Malerei handelt. Dorazio gilt bis heute als einer der bedeutendsten Künstler Italiens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und als Wegbereiter der Abstraktion in Italien.

 

 

1927 geboren in Rom

 

1945 Architekturstudium in Rom

 

1947 – 1948 Stipendium für die École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris

 

1950 Gründung des Galerieforums Age d'Or in Rom und Florenz

 

1953 – 1954 Auslandsjahr in den USA

 

1961 Auszeichnung mit dem Prix Kandinsky

 

1973 es entsteht das sogenannte "Grey Changing"

 

1974 Niederlassung im verlassenen Kloster von Todi in Umbrien, Italien

 

1997 Michelangelo-Preis der Accademia dei Virtuosi del Panthenon

 

2005 stirbt in Perugia, Umbrien

1950 Gründung des Galerieforums Age d'Or in Rom und Florenz

 

1952 Documenta II, Kassel, Deutschland

 

1961 Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf

 

1963 Museo de Arte Moderno, Sao Paulo

 

1964 Documenta III, Kassel, Deutschland

 

1966 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart

 

1969 Haus am Waldsee, Berlin

 

1971 Museum für Gegenwartskunst, Basel

 

1979 Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris

 

           Retroperspektive, Albright-Knox Art Gallery, Buffalo

 

1980 Museum of Art, Fort Lauderdale

 

1981 Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen

 

           Staatsgalerie Moderner Kunst und Neue Pinakothek, München

 

1982 Quadrat Moderne Galerie, Bottrop

 

1983 Galleria Nazionale d’Arte Moderna, Rom

 

1985 Takanawa Art Gallery Seibu, Tokio

 

1988 Biennale in Venedig

 

           Piero Dorazio, Bilder Aquarelle Zeichnungen (1956-1988), Kunsthaus Zug

 

1990 Musée de Grenoble

 

           Galleria Communale d’Arte Moderna, Bologna

 

1992 Kunstverein Ludwigshafen

 

1996 Calcografia Nazionale, Rom

 

1998 PAC Padiglione d’Arte Contemporanea, Mailand

 

2001 Museum für Moderne Kunst, Bozen

 

2016 Kunst nach 1945 - 1968, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe