Walter Leblanc (1932 – 1986)

Der belgische Künstler Walter Leblanc spielte eine richtungsweisende Rolle in der europäischen Kunst der Nachkriegszeit. Besonders durch seine Torsions erlangte der Künstler internationale Aufmerksamkeit. Er ist ohne Frage neben den grossen Namen der Zero Bewegung einzuordnen, deren Netzwerk von Deutschland, Belgien, Italien über die Schweiz reichte. Als einer der Pioniere des zeitgenössischen Kunstschaffens steht Abstraktion im Fokus seiner Werke, ebenso die Beziehung zwischen Materialität und Licht. Um diesen Zusammenhang hervorzuheben und in seinen Werken umzusetzten griff Leblanc auf ungewöhnliche Materialien, wie Sand, Baumwollfäden, Latex, PVC und Metall zurück. Sein Werk soll jedoch nicht einfach als geometrische Abstraktion definiert werden, sondern viel mehr könnte man von einer sensorischen Geometrie oder Ordnung sprechen. Denn in seinen Werken werden geometrische Grundformen durch systematische Überlagerung, Staffelung, Reihung und Drehung zu streng konstruktiven, rhythmischen Kompositionen

1932 Geboren in Antwerpen

1949 –1954 Studium an der Académie Royale des Beaux-Arts in Antwerpen

1955 – 1956 Studium an dem Institut Supérieur des Beaux-Arts in Antwerpen 

1956 Heirat mit Nicole Labedz 

1958 Gründung der Künstlergruppe G58

1959 Die Torsion wird das wichtigste Bild- und Gestaltungselement in seinem Ouevre

1961 Erste wichtige Einzelausstellung im Palais des Beaux-Arts in Brüssel

1962 Leblanc wird Mitglied der internationelen Künstlergruppe der Neuen Tendenz

1964 Integriert er erstmals seine Werke in die Architektur 

1975 entstand die Werkgruppe Archétypes

1977/1986 Dozent am Institut d’Architecture et d’Urbanisme in Antwerpen

1981/1986 Arbeit an dem Werk in der Metrostation Simonis in Brüssel

1986 Am 14. Januar verunfallt Walter Leblanc tödlich und stirbt in Silly











1960 Städtisches Museum, Schloss Morsbroich, Leverkusen

1961 
Walter Leblanc, Palais des Beaux-Arts, Brüssel


1962 
Anti-Peinture, G58 Hessenhuis, Antwerpen

1964 Propositions visuelles du mouvement international Nouvelle Tendance, Musée des arts décoratifs, Paris

1965 The Responsive Eye, Museum of Modern Art, New York City

           Licht und Bewegung/Kinetische Kunst, Kunsthalle Bern

           Lumière, Mouvement et Optique, Palais des Beaux-Arts, Brüssel

           Licht und Bewegung/Kinetische Kunst, Kunsthalle Baden-Baden und Kunsthalle Düsseldorf

1966 Weiss auf Weiss, Kunsthalle Bern

1968 Walter Leblanc: Torsions, Palais des Beaux-Arts, Brüssel

1970 35. Biennale von Venedig

1979 Zero Internationaal , Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen

1985 Eine Europaïsche Bewegung Bilder und Objekte aus der Sammlung Lenz Schönberg, Museum Carolino Augusteum, Salzburg

1986 Königliche Museen der Schönen Künste, Brüssel

1989 Walter Leblanc Retrospektive, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen

1990 40 ans de Jeune Peinture Belge Regard contemporain sur un choix historique, Palais des Beaux-Arts, Brüssel

1998 Kunst im Aufbruch Abstraktion zwischen 1945 und 1959, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen

2001 Walter Leblanc, Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent

2003 Kröller-Müller Museum, Otterlo

2004 Zero. Die Europäische Vision  - 1958  bis Heute, Sammlung Lenz Schönberg, Museum für zeitgenössische Kunst, Zagreb

2006 ZERO. Künstler einer europäischen Bewegung. Sammlung Lenz Schönberg 1956–2006, Museum der Moderne Salzburg

           ZERO – Internationale Künstler-Avantgarde der 50er/60er Jahre , Museum Kunst Palast, Düsseldorf

2011 Walter Leblanc, Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel

2014 Zero: Countdown to Tomorrow, Solomon R. Guggenheim Museum, New York City

2015 Zero: The international art movement of the 1950s and 1960s, Martin-Gropius-Bau, Berlin

           Zero: Let us Explore the Stars , Stedelijk Museum, Amsterdam

2016 Walter Leblanc, Jef Verheyen: Dialogue with Light, Musée d’Ixelles, Brüssel

2017 Biennale Socle du Monde, Herning Museum of Contemporary Art

 

          A Tribute to the Responsive Eye, Galerie Dierking, Zürich