Piero Dorazio
Ohne Titel, 1962
Gouache auf bräunlichem Papier auf Hartfaserplatte
46,5 x 64 cm

Das künstlerische Schaffen von Piero Dorazio, der 1927 in Rom geboren wird, beginnt beinahe unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg und widmet sich von Anfang an den Phänomenen Farbe und Licht. 1945 beginnt er in Rom sein Architekturstudium und erhält von 1947-48 ein Stipendium für die École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris. Bei seiner Rückkehr nach Italien gründet Dorazio das Galerieforum Age d’Or in Rom und Florenz. Mitte der 50er Jahre verbringt er ein Jahr in den USA und lernt u.a. Marc Rothko, Robert Motherwell und Barnett Newman kennen. Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen gehört der 1961 verliehene Prix Kandinsky.  Ab 1960 unterrichtet Dorazio an der University of Pennsylvania School of Design und erhält 1968 die Professur.  In dieser Zeit entstehen die ersten Kompositionen aus Farbbändern. 1970 kehrt er nach Italien zurück und lässt sich 1974 im verlassenen Kloster von Todi nieder.  1997 erhält er den Michelangelo Preis der Accademia dei Virtuosi del Panthenon. Mit der Verwendung der Geometrie als künstlerischem Medium fängt er die Faktoren Licht und Farbe ein und bringt sie auf die Leinwand. In seiner fein strukturierten und atmosphärischen, gitterähnlichen Malerei, die stark geprägt ist von seinem Architekturstudium, wird das Licht selbst stets zum Thema gemacht. In abstrakten Mustern und Feldern manifestieren sich zudem die Farben als leuchtende Konfigurationen der Vielfalt. "Abstrakt" kann man in diesem Zusammenhang auch nur die Tatsache bezeichnen, dass es sich hier um nichtgegenständliche Malerei handelt. Dorazio gilt bis heute als einer der bedeutendsten Künstler Italiens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und als Wegbereiter der Abstraktion in Italien. 2005 stirbt Dorazio in Perugia, Umbrien. 

1948 Quadriennale di Roma, Rom / Salon des réalités nouvelles, Paris 1950 Gründung des Galerieforums Age d'Or in Rom und Florenz 1959 Documenta II, Kassel 1961 Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1963 Museo de Arte Moderno, Sao Paulo 1964 Documenta III, Kassel 1966 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1969 Haus am Waldsee, Berlin 1971 Museum für Gegenwartskunst, Basel 1979 Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris / Retroperspektive, Albright-Knox Art Gallery, Buffalo 1980 Museum of Art, Fort Lauderdale 1981 Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen / Staatsgalerie Moderner Kunst und Neue Pinakothek, München 1982 Quadrat Moderne Galerie, Bottrop 1983 Galleria Nazionale d’Arte Moderna, Rom 1985 Takanawa Art Gallery Seibu, Tokio 1988 Biennale in Venedig / Piero Dorazio, Bilder Aquarelle Zeichnungen (1956-1988), Kunsthaus Zug 1990 Musée de Grenoble / Galleria Communale d’Arte Moderna, Bologna 1992 Kunstverein Ludwigshafen 1996 Calcografia Nazionale, Rom 1998 PAC Padiglione d’Arte Contemporanea, Mailand 2001 Museum für Moderne Kunst, Bozen 2016 Kunst nach 1945 - 1968, Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe

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