Raimund Girke
Ohne Titel, 1969
Mischtechnik auf Karton
59,5 x 62,6 cm
Raimund Girke
Ohne Titel, 1975
Öl auf Leinwand
160,2 x 130,4 cm
Raimund Girke
Ruhe und Bewegung, 1967
Eitempera auf Leinwand
115,5 x 90 cm

 

Der 1930 in Heinzendorf / Niederschlesien geborene Raimund Girke gehört zu den richtungsweisenden Künstlern der deutschen Nachkriegskunst und gilt unter anderem als einer der maßgebenden Wegbereiter der Analytischen und Fundamentalen Malerei. 1951-1952 studiert er an der Werkkunstschule in Hannover, bevor er von 1952-1956 sein Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf fortsetzt. 1959 erhält er den Preis der Stadt Wolfsburg für Malerei und entwickelt 1961/62 das monochrome weiße Bild. 1962 folgt der Kunstpreis der Jugend, Stuttgart. Von 1966-1971 arbeitet Girke als Dozent an der Werkkunstschule Hannover und wechselt dann 1971 an die Hochschule der Künste Berlin, wo er bis 1996 als Professor für Freie Malerei tätig ist. 1995 wird ihm der Lovis-Corinth-Preis der Künstlergilde Esslingen verliehen, 2002 erhält er den Niedersächsischen Kunstpreis. Girke macht es sich zur Aufgabe in der unendlichen und komplexen Welt der Farbe Weiß nach einer spezifisch klassischen Ordnung zu suchen und dabei jegliche hierarchische Struktur, die ein Ungleichgewicht der Farben hervorrufen könnte, zu vermeiden. So reduzierte er die Farben seiner Bilder auf ein von Blau- und Brauntönen begleitetes Weiß und versuchte, die Farbe unter anderem anhand einer Struktur aus Zeilen zu ordnen. Die traditionelle kompositionelle Malerei auslassend, widmet er sich ab 1950 der bewussten Auseinandersetzung mit dem Informel, wobei er versucht diese Strömung zu überwinden. Er bedient sich dabei gestalterischer Mittel wie Struktur, Monochromie, Repetition, Bewegung und Reduktion. In der Überwindung des Informels durch eben diese Mittel liegt eine Schnittstelle mit den gestalterischen Ansätzen und der Schaffensweise der Künstler der ZERO Gruppe. Die zuvor genannten Merkmale ziehen sich ab Mitte der 50er Jahre durch sein gesamtes Oeuvre. Raimund Girke stirbt 2002 in Köln.

 

 

1958 Galerie Adam Seide, Hannover 1963 Weiss, aktiviert, Galerie d, Frankfurt am Main 1972 Galerie Annemarie Verna, Zürich 1974 Städtisches Kunstmuseum, Bonn 1977 Documenta VI, Kassel 1979 Kabinett für aktuelle Kunst, Bremerhaven 1982 Kunstmuseum Düsseldorf 1982 Salone Villa Romana, Florenz 1988 Galerie Hans Strelow, Düsseldorf 2000 Kunstsammlungen Chemnitz 2004 Hommage à Raimund Girke, Edith Wahlandt Galerie, Stuttgart 2009 Raimund Girke: Farbe und Licht. Malerei aus fünf Jahrzehnten, Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop 2010 Hommage an Raimund Girke - zum 80. Geburtstag, Edith Wahlandt Galerie, Stuttgart / Dreiklang - Girke, Graubner, Uecker, Edith Wahlandt Galerie, Stuttgart 2010-2011 Raimund Girke. Arbeiten von 1960-2002, Galerie Fahnemann, Berlin 2015 Raimund Girke. Bilder aus 3 Jahrzehnten, Galerie Fahnemann, Berlin / Raimund Girke, Axel Vervoordt Gallery, Hong Kong 2016 Raimund Girke – Investigation White, Gallery Sonja Roesch, Houston / Raimund Girke – Kraft der Farbe, Villa Grisebach, München 2017 Raimund Girke – ruhig bewegt, Galerie Stefan Hildebrandt, St. Moritz / Raimund Girke – weiss bewegt, Galerie Dierking, Zürich

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